Website-Monitoring-Tool auswählen: Kriterien für Agenturen

Worauf Agenturen bei der Wahl eines Website-Monitoring-Tools achten sollten: Prüfarten, Intervalle, Standorte, Alarme, Preismodell, Datenstandort und ehrliche Grenzen.

Es gibt Dutzende Monitoring-Dienste, von kostenlosen Uptime-Checkern bis zu Observability-Plattformen für große IT-Abteilungen. Für eine Agentur, die Websites kleiner und mittlerer Unternehmen betreut, sind die meisten Unterschiede aber an wenigen Fragen festzumachen. Dieser Ratgeber sammelt sie – unabhängig davon, welches Werkzeug Sie am Ende wählen.

1. Was muss überhaupt geprüft werden?

Beginnen Sie bei Ihren Kunden, nicht bei der Funktionsliste des Tools:

  • Reicht es zu wissen, ob die Website erreichbar ist?
  • Oder hängen Anfragen und Umsatz an bestimmten Unterseiten, die einzeln geprüft werden sollten?
  • Müssen Formulare oder Bestellungen Ende-zu-Ende getestet werden?

Die Unterschiede zwischen diesen Stufen erklärt der Ratgeber Uptime-Monitoring vs. Funktionsprüfung. Für die meisten Agenturkunden ist die mittlere Stufe – wichtige Seiten mit Inhaltsprüfung – der sinnvolle Standard.

2. Kriterien im Überblick

Kriterium Worauf achten Warum es wichtig ist
Prüfarten HTTP-Status, SSL-Zertifikat, Unterseiten, erwarteter Text; ggf. DNS, Ports, Browser-Tests Bestimmt, welche Fehler überhaupt erkannt werden
Intervall 1 bis 5 Minuten sind üblich Kürzer heißt schneller, aber auch mehr Meldungen
Bestätigung Wird ein Fehler vor dem Alarm erneut geprüft? Entscheidet über die Zahl der Fehlalarme
Prüfstandorte Ein Standort oder mehrere, in welchen Ländern Mehrere Standorte erkennen regionale Störungen besser
Benachrichtigung E-Mail, SMS, Telefon, Slack/Teams, Webhooks Muss zu Ihrer Erreichbarkeit passen
Kundenstruktur Lassen sich Websites nach Kunden gruppieren? Bei vielen Kunden unverzichtbar für den Überblick
Berichte, Statusseiten Für Kunden freigebbar, mit eigenem Logo? Relevant, wenn Sie Monitoring als Leistung verkaufen
Preismodell pro Monitor, pro Website, pro Nutzer, Staffeln Bestimmt, wie gut sich der Preis in Wartungsverträge einrechnen lässt
Datenstandort und Vertrag Sitz des Anbieters, Server in der EU, AV-Vertrag Wichtig für Ihre eigene Datenschutzdokumentation
Sprache Oberfläche und Meldungen auf Deutsch? Hilft, wenn Meldungen auch von Nicht-Technikern gelesen werden

3. Das Preismodell genau ansehen

Viele Anbieter rechnen pro Monitor ab. Ein Monitor ist dann eine einzelne Adresse oder eine einzelne Prüfart. Wer pro Kundenwebsite die Startseite, die Kontaktseite und das Zertifikat überwachen will, braucht schnell drei Monitore je Website. Rechnen Sie deshalb mit Ihrer echten Website-Anzahl und der Zahl der Seiten, die Sie je Website prüfen möchten.

Ein Beispiel: Bei 20 Kundenwebsites mit je drei Seiten sind das 60 Monitore. Bei einem Modell pro Website zählen dieselben Prüfungen als 20 Websites.

4. Fehlalarme realistisch einschätzen

Fragen Sie im Test gezielt:

  • Wie viele Fehlschläge braucht es, bis ein Alarm kommt?
  • Kommt bei einer längeren Störung eine Meldung oder alle paar Minuten eine neue?
  • Was passiert, wenn der Dienst selbst Verbindungsprobleme hat?

Lassen Sie das Tool in der Testphase ein, zwei Wochen mit echten Kundenwebsites laufen und zählen Sie die Meldungen, die keine echten Probleme waren.

5. Ehrliche Grenzen erfragen

Ein seriöser Anbieter sagt klar, was sein Dienst nicht kann – etwa ob Inhalte aus JavaScript ausgewertet werden, ob Seiten hinter einem Login prüfbar sind oder ob Formulare tatsächlich abgesendet werden. Seien Sie vorsichtig bei Versprechen wie „garantiert jeden Ausfall“ oder „100 % Verfügbarkeit“: Kein externes Monitoring kann das leisten.

6. Fragen für die Testphase

  1. Lassen sich meine Kunden und Websites in unter einer Stunde vollständig anlegen?
  2. Versteht eine Kollegin ohne technischen Hintergrund die Ausfallmeldung?
  3. Wie viele Fehlalarme gab es in zwei Wochen?
  4. Was kostet das Werkzeug bei meiner heutigen Website-Anzahl – und bei der doppelten?
  5. Kann ich ohne Mindestlaufzeit kündigen?

Wo D3bris passt – und wo nicht

D3bris ist für Agenturen gebaut, die Websites kleiner und mittlerer Unternehmen betreuen: Websites nach Kunden gruppiert, bis zu drei Seiten je Website mit erwartetem Text, SSL-Prüfung, eine bestätigte E-Mail pro Störung, ein Preis pro Website und monatliche Kündbarkeit.

Nicht passend ist D3bris, wenn Sie Prüfungen von mehreren Standorten, SMS- oder Telefonalarme, Kunden-Statusseiten, Browser-Tests von Checkouts oder Überwachung von Servern und Datenbanken brauchen. Dafür sind andere Werkzeuge besser geeignet.

Die aktuellen Tarife finden Sie auf der Preisseite.