Website-Monitoring für Agenturen: Kundenwebsites zentral überwachen

Wie Agenturen viele Kundenwebsites zuverlässig überwachen: was geprüft werden sollte, wie Alarme ohne Fehlalarm-Flut funktionieren und was D3bris dabei übernimmt.

Wer zehn, dreißig oder siebzig Kundenwebsites betreut, kann nicht jeden Tag jede Seite öffnen. Trotzdem erwartet der Kunde, dass seine Agentur zuerst merkt, wenn etwas nicht stimmt – nicht er selbst, und schon gar nicht seine Kunden. Website-Monitoring schließt genau diese Lücke: Ein Dienst ruft die Websites in festen Abständen auf und meldet sich, wenn eine Prüfung fehlschlägt.

Was Agenturen anders brauchen als ein einzelner Websitebetreiber

Ein Unternehmen mit einer Website braucht vor allem eine Frage beantwortet: Ist meine Seite online? Für Agenturen kommen weitere hinzu:

  • Zuordnung zu Kunden. Eine Meldung wie „example.de ist nicht erreichbar“ hilft wenig, wenn erst jemand nachschlagen muss, welcher Kunde dahintersteht und wer ihn betreut.
  • Mehr als die Startseite. Bei Praxen, Kanzleien oder Handwerksbetrieben hängt das Geschäft an Kontakt-, Termin- oder Angebotsseiten. Die Startseite kann laden, während genau diese Seiten kaputt sind.
  • Ruhe bei vielen Websites. Bei 50 Websites bedeuten schon wenige Fehlalarme pro Woche, dass Meldungen irgendwann ungelesen bleiben.
  • Ein kalkulierbarer Preis. Monitoring ist oft Teil einer Wartungspauschale. Der Preis sollte sich pro Website einrechnen lassen, nicht pro einzelnem Prüfpunkt.

Welche Prüfungen sinnvoll sind

Prüfung Beantwortet die Frage Typische Ursache bei Fehlern
Erreichbarkeit (HTTP) Antwortet der Server mit einem erfolgreichen Statuscode? Serverausfall, Hosting-Störung, fehlerhaftes Update, DNS-Änderung
SSL-Zertifikat Ist das Zertifikat gültig und passt es zur Domain? Verlängerung fehlgeschlagen, Domain-Umzug, falsche Konfiguration
Wichtige Unterseiten Funktionieren Kontakt, Buchung oder Shop? Plugin- oder Theme-Update, gelöschte Seite, Fehler in einem Template
Erwarteter Text Steht der entscheidende Inhalt noch auf der Seite? Button oder Formular nach einem Update verschwunden

Was diese Prüfungen gemeinsam haben: Sie laufen von außen und brauchen keinen Zugang zum System des Kunden. Den Unterschied zu Prüfungen, die Formulare absenden oder ganze Abläufe im Browser durchspielen, erklären wir im Ratgeber Uptime-Monitoring vs. Funktionsprüfung.

Wie D3bris das umsetzt

  • Nach Kunden sortiert. Sie legen Kunden an und ordnen ihnen Websites zu. Die Übersicht zeigt pro Website den schlechtesten Zustand ihrer Seiten.
  • Bis zu drei Seiten je Website. Startseite plus zwei weitere Seiten derselben Domain, jeweils optional mit einem Text, der im HTML stehen muss.
  • Alle 5 Minuten. Schlägt eine Prüfung fehl, prüft D3bris nach einer Minute erneut. Erst der zweite Fehlschlag gilt als Ausfall.
  • Eine E-Mail pro Ereignis. Beim bestätigten Ausfall eine Meldung mit Ursache, bei der Wiederherstellung eine zweite mit der Dauer. Dazwischen keine Wiederholungen.
  • SSL-Warnung. 14 Tage vor Ablauf eines Zertifikats und sofort, wenn es ungültig ist oder nicht zur Domain passt. Mehr dazu auf der Seite SSL-Monitoring.
  • Kein Plugin. Funktioniert mit WordPress, TYPO3, Shopware, Webflow oder statischen Seiten gleichermaßen. Siehe WordPress-Monitoring ohne Plugin.

Wo die Grenzen liegen

D3bris prüft von einem Server in der EU aus. Regionale Störungen, etwa bei einem einzelnen Internetanbieter, sehen wir nicht unbedingt. Ausfälle, die kürzer als ein Prüfintervall dauern, können unbemerkt bleiben. Formulare werden nicht abgesendet, Inhalte aus JavaScript nicht ausgewertet, Seiten hinter einem Login nicht geprüft. Benachrichtigt wird per E-Mail; SMS oder Chat-Integrationen gibt es derzeit nicht.

Für viele Agenturen ist das genau der richtige Umfang: die häufigsten, teuersten Probleme früh erkennen, ohne ein weiteres Werkzeug pflegen zu müssen. Wenn Sie Zahlungsabläufe Ende-zu-Ende testen müssen, brauchen Sie zusätzlich ein Werkzeug für synthetische Browser-Tests.

Einstieg in fünf Minuten

  1. Mit Ihrer E-Mail-Adresse anmelden – ohne Passwort und ohne Zahlungsdaten.
  2. Die ersten Kunden anlegen und je Kunde die Website eintragen.
  3. Für wichtige Kunden die Kontakt- oder Buchungsseite als zusätzliche Seite hinzufügen.

Welche Seiten und Einstellungen sich bewährt haben, steht in unserer Checkliste für Agenturen.